Nach(ge)lesen

Ein Chor singt gegen das Vergessen an

WINDSBACH. Über Pfingsten 2007 reiste der Windsbacher Knabenchor gemeinsam mit dem Jerusalem Baroque Orchestra nach Polen, um neben Konzerten in Breslau und Krakau auch eine Gedenkfeier im früheren NS-Vernichtungslager Auschwitz zu gestalten. Ein Gespräch mit dem Chorleiter Karl-Friedrich Beringer und sechs Männerstimmen erzählt von den tiefen Eindrücken, die dieses Erlebnis bei allen Teilnehmern hinterlassen hat.
Nach(ge)lesen

KFB – Alles Gute und ade!

HEILSBRONN (7. Januar 2012). Generationen von Sängern des Windsbacher Knabenchores haben ihren früheren „Chef“ sicherlich schon des Öfteren fassungslos gesehen: Bei überraschenden Intonationsschwankungen, falschen Absprachen, verpatzter Dynamik – als hätte man das nicht vorher tagelang geprobt. So fassungslos wie am Abend seines 64. Geburtstags dürfte Karl-Friedrich Beringer aber selten gewesen sein: Ungläubig und kopfschüttelnd schreitet er mit seiner Gattin Heidi zu seinem Ehrenplatz in der Mitte der Heilsbronner Hohenzollernhalle – mitten durch Reihen von rund 700 Gästen. Angekündigt worden war ihm ein kleines Essen im noch kleineren Kreise: Die Überraschung ist gelungen!

Nach(ge)lesen

Das letzte Konzert mit „dem Chef“

ANSBACH (22. Dezember 2011). Sicherlich ist es ein Zufall, aber ein schöner: das erste Konzert, das Karl-Friedrich Beringer 1953 als kleiner Bub hörte, war Bachs Weihnachtsoratorium mit dem Windsbacher Knabenchor unter Hans Thamm in Neuendettelsau, die Kantaten I bis III. Mit der Aufführung ebendieses Werkes zwei Tage vor Heiligabend in St. Gumbertus schloss sich nach 34 Jahren somit der Kreis auf wundersame Weise: Die Ära Beringer ist zu Ende.