„Hier geht es zu den Liedern“
ERFURT. Ein Klick und man ist mitten drin: Im Lieder-Œuvre Franz Schuberts für Bariton und Pianist: Unter www.schubertlied.de hat der frühere Windsbacher und heutige Solist Peter Schöne begonnen, sämtliche Schubertlieder einzuspielen und als mp3-Dateien zum kostenlosen (!) Download ins Internet zu stellen.Schöne selbst betrachtet das Projekt, das sich „noch im Aufbau“ befinde, als eine Lebensaufgabe. Wobei die Einschränkung nur besagt, dass man noch an der Komplettierung des Schubertschen Liedguts arbeitet: Insgesamt umfasst das Repertoire 645 Lieder.
Von „Abschied von der Harfe“ bis „Zum Punsche“ – über 140 Lieder haben Peter Schöne und der Pianist Boris Cepeda bereits aufgenommen und ins Netz gestellt, wobei das komplette Projekt bislang auf Eigeninitiative beruht. Die Präsentation der durchaus mit professionellem Anspruch erstellten Aufnahmen ist eine Non profit-Aktion, weswegen die Künstler für die Weiterführung auch auf der Suche nach Sponsoren sind.
Die Interpreten sind seit mehreren Jahren erfolgreich in Liederabenden miteinander aufgetreten. Dabei haben sie äußerst selten gespielte Lieder – beispielsweise von Max Reger, Richard Trunk, Wolfgang Rihm, Ernst Pepping und Arnold Schönberg – sowie Stücke des klassischen Repertoires, wie eben die von Franz Schubert, gespielt. 2009 erhielten sie für ihre „Schubertiaden“ den Schubertpreis 2009 der Deutschen Schubert-Gesellschaft.Schubertlied.de kann sich indes über große Aufmerksamkeit im Netz freuen; das besagt das Inhaltsverzeichnis der bereits eingespielten Lieder. Alphabetisch, nach Deutschverzeichnis oder Opus sortierbar sind auch die Zugriffe notiert: Absoluter Renner mit über 26.700 Klicks ist – natürlich – der „Erlkönig“, gefolgt vom „Tod und das Mädchen“ mit über 15.400 Aufrufen und der „Forelle“ mit gut 12.500 Klicks. Aber auch die „Schlusslichter“ bringen es immer noch auf über 2.000 Zugriffe.
„Schöne ist ein dem technischen Fortschritt aufgeschlossenes Kind des Internetzeitalters“, formulierte die Westfalenpost im August 2009 in einem Artikel über das „Projekt Schubertlied“. In der Tat möchte der Bariton über den Weg des Worldwide Web auch Hörerschichten ansprechen, die wohl eher selten eine entsprechende CD einlegen würden.
Für Schöne selbst ist Schubertlied.de die Realisierung eines Lebenstraums, hatte er doch vor, alle Schubertlieder einmal zu singen, sich eingehend mit ihnen zu beschäftigen. Ein Blick auf das umfangreiche Angebot an CD-Einspielungen ließ ihn ans Internet denken. Und da – geht es nun zu den Liedern: www.schubertlied.de.
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